Faire Lösung für Fanmärsche finden
CDU- und SPD-Ratsfraktion wollen mit einem Änderungsantrag im Hauptausschuss die Unterstützung für Fanmärsche zunächst für 2026 ermöglichen, zugleich aber eine dauerhafte Belastung des städtischen Haushalts begrenzen. Bis Dezember soll eine tragfähige Kostenregelung erarbeitet werden.
„Die CDU steht zu Arminia und ihrer großen Bedeutung für unsere Stadt. Gerade in Zeiten leerer Kassen müssen wir aber sorgfältig darauf achten, dass zusätzliche Kosten fair verteilt und gemeinsam mit allen Beteiligten abgestimmt werden“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Steve Kuhlmann.
Die Verwaltung rechnet für die verkehrliche Absicherung mit Kosten von 15.000 bis 20.000 Euro je Heimspieltag. Gleichzeitig ist die Zuständigkeit zwischen Land und Kommune weiterhin nicht abschließend geklärt.
Die Rathauskoalition will die städtische Unterstützung deshalb zunächst auf das Jahr 2026 begrenzen und, anders als in der Verwaltungsvorlage vorgesehen, noch keine Vorfestlegung für 2027 treffen. Bis zu einer erneuten Entscheidung im Dezember soll die Verwaltung Gespräche mit Arminia, der DFL, den kommunalen Verbänden und dem Land führen sowie alternative Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle prüfen.
„Unser Antrag ist keine grundsätzliche Ablehnung einer Kostenübernahme“, betont CDU-Fraktionsgeschäftsführer Dr. Simon Lange. „Wir wollen den Dialog fortsetzen und eine Lösung finden, die für alle Beteiligten gangbar ist und niemanden über Gebühr beansprucht.“
Eine Zustimmung für 2026 dürfe daher nicht automatisch zu einer dauerhaften finanziellen Verpflichtung für den städtischen Haushalt werden.