„Rot-grüne Rückbaupläne gegen jede Vernunft“

CDU-OB-Kandidat Nettelstroth: Artur-Ladebeck-Straße muss leistungsfähig bleiben

09.09.2020
Die CDU lehnt den Rückbau von Hauptverkehrsstraßen ab. (Symbolfoto: Lange)
Die CDU lehnt den Rückbau von Hauptverkehrsstraßen ab. (Symbolfoto: Lange)

Als „Abwegig und gegen jede Vernunft“ hat der Oberbürgermeisterkandidat der CDU, Ralf Nettelstroth, den Beschluss von SPD und Grünen in der Bezirksvertretung Gadderbaum bezeichnet, die Artur-Ladebeck-Straße vom Brackweder Bahnhof bis zum Adenauerplatz zugunsten abgetrennter Radwege auf jeweils eine Fahrspur zurückzubauen:

„Damit wird der Autoverkehr auf dieser Hauptverkehrsachse nahezu lahmgelegt. Tägliche Staus sind programmiert, wodurch die Emissionen steigen, Rettungsfahrzeuge kommen nicht mehr durch, bei Bussen werden Verspätungen zur Normalität. Diese Art rot-grüner ‚Verkehrswende‘ ist Ideologie pur. Die realen Bedürfnisse der Menschen werden einfach ignoriert.“

Täglich befahren mehr als 30.000 Autos die Artur-Ladebeck-Straße.  Nach den gültigen Verordnungen müssen Straßen schon bei einer Frequenz von 18.000 Fahrzeugen vierspurig ausgebaut werden, um eine ausreichende Leistungsfähigkeit sicherzustellen. „Diese Fakten interessieren SPD und Grüne aber nicht“, kritisiert Nettelstroth.

Setze das Bündnis den Beschluss durch, werde es zwischen Brackwede und der Innenstadt nur noch im Schneckentempo vorwärtsgehen – wenn überhaupt. Der OB-Kandidat der CDU: „Den grünen Chefideologen Julkowski-Keppler würde das freuen. Ihm wäre ja sowieso am liebsten, wenn unsere Stadt insgesamt von Autofahrern weiträumig umfahren würde.“

Dass vor allem Berufspendler von dem Straßenrückbau betroffen wären, lasse Julkowski-Keppler offenbar kalt, so Ralf Nettelstroth. Wenn jeder nur dann mit dem Auto fahren würde, wenn er wirklich müsse, wäre das kein Thema, habe der Vorsitzende der grünen Ratsfraktion in der Bezirksvertretung erklärt.

Der OB-Kandidat der CDU: „Nutzen Pendler ihr Auto denn aus Jux und Dollerei? Die werden sich bedanken, wenn sich die Fahrzeiten zum Arbeitsplatz und abends wieder nach Hause verdoppeln oder verdreifachen.“

Die CDU trete für ein vernünftiges Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ein, ohne den einen gegen den anderen auszuspielen, betont Nettelstroth. Die Fahrradwege müssten gewiss verbessert werden. Viele Berufstätige, Familien und Unternehmen seien aber weiterhin auf den motorisierten Individualverkehr angewiesen.

Zu einem Mobilitätskompromiss zwischen allen Verkehrsteilnehmern gehörten jedoch unbedingt leistungsfähige Hauptverkehrsachsen: „Einen Rückbau der Artur-Ladebeck-Straße lehnt die CDU ab!“