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Mittwoch, 16. Oktober 2019

Teutoburger Wald: Naturereignis von großer Dimension

Förster Erhard Oehle informiert CDU am Eisernen Anton

Förster Erhard Oehle erläutert die Situation im Wald und zeigt einen Borkenkäfer (Fotos: Lange)

„Der Teutoburger Wald ist für Bielefeld von unschätzbaren Wert und ein Aushängeschild der Stadt“, machte Förster Erhard Oehle, im Landesbetrieb Wald und Holz NRW für die privaten Wälder in Bielefeld verantwortlich, beim Rundgang der Stieghorster CDU durch den Wald am Eisernen Anton deutlich. Gleichzeitig ermutigte Oehle die Teilnehmer zum Handeln und zur Wertschätzung auf: „Dem Bielefelder Wald geht es ganz schlecht. Eine Kalamität von solch einer Dimension, haben wir im Vergleich zu den zurückliegenden Naturereignissen noch nie gehabt.“

Die rund 30 Teilnehmer des Rundganges erfuhren, dass dem Kamm des Teutoburger Waldes am Eisernen Anton eine besondere Rolle zukommt. Hier wird zum ersten Mal die Luft des Ruhrgebietes gereinigt und Schadstoffe aus der Luft gefiltert. Des Weiteren ist die Bindung von Kohlenstoffdioxid (Co2) im bewirtschafteten Wald durch den Menschen höher ist als in unbewirtschafteten Wäldern. Diese Tatsache macht noch einmal deutlich, wie wichtig der Teutoburger Wald auch für das Stadtklima ist.

Luft aus dem Ruhrgebiet wird im Teuto gefiltert

Große Sorgen macht dem Förster aktuell der Befall von Borkenkäfern, die bei minus 15 bis 40 Grad überleben können. Aktuell finden sich auf einem Hektar über 4,7 Millionen Borkenkäfer (falls keine Aufarbeitung des Holzes erfolgt) – üblich sind nur rund 3,8 Millionen Käfer. Besonders der geringe Niederschlag in den letzten zwei Jahren macht der Buche zu schaffen, die rund 200 Liter Wasser am Tag benötigt. Um das Wasserdefizit auszugleichen, müsste es rechnerisch jeden Tag bis Ende Februar durchgängig regnen.

Die enormen Massen an Borkenkäferholz der letzten Monate können durch den Holzmarkt nicht mehr aufgenommen und verarbeitet werden.

Einfache Fördermittel für Aufforstung notwendig

Oehle ermutigt die Politik ein Konzept nur gemeinsam mit den Waldbesitzern zu entwickeln. Auf dem Bielefelder Stadtgebiet mit einer Gesamtfläche von ca. 25.780 Hektar, nimmt der Wald 5139 Hektar ein. Das sind rund 20 Prozent. Davon gehören ca. 3000 Hektar, also mehr als 60 Prozent, über 500 privaten Waldbesitzern. „Einfache Förderrichtlinien sind notwendig“, mahnt Oehle an, „damit die Waldbesitzer die Aufforstung auch leisten können“.

Gerhard Henrichsmeier, stellvertretender Bezirksbürgermeister, zeigte sich positiv gestimmt, dass das Esche-Triebsterben etwas rückläufig ist. Henrichsmeier stellte noch einmal heraus, dass „die CDU sich zuerst ein Bild mit Experten und Waldbesitzern vor Ort macht und nicht ideologisch getrieben handelt.“ Die CDU Stieghorst wird das Thema Wald jetzt in die politische Arbeit tragen.


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